Formvollendet: Karl Knauer weiht neue Stanzanlage ein

Zukunftsinvestitionen am Standort Biberach

Mit der offiziellen Einweihung der ersten von drei hochmodernen neuen Stanzmaschinen, mit einer Investitionssumme von über drei Millionen Euro, wurde beim Verpackungsspezialisten Karl Knauer am 24. Juni 2019 ein wichtiger Meilenstein bei der Modernisierung bzw. Erweiterung der Produktionsanlagen in Biberach gefeiert.

Mit der Erweiterung der Stanzabteilung, hier werden aus den bedruckten Kartonbögen die einzelnen Verpackungen ausgestanzt, baut die Karl Knauer KG den Firmensitz in Biberach im Schwarzwald weiter aus und erhöht die Kapazität des Werkes bei diesem wichtigen Verarbeitungsprozess deutlich. Die Verantwortlichen hoffen, dadurch in Zukunft Auftragsspitzen flexibler abfedern und belastende Sonderschichten für die Belegschaft reduzieren zu können.

„Die Inbetriebnahme unserer neuen Bobst Expertcut 6er-Stanzmaschine ist für uns ein Ereignis, auf das wir uns seit Langem freuen“, erklärt Richard Kammerer, geschäftsführender Gesellschafter der Karl Knauer KG im Rahmen der Feier. „Denn bevor wir heute das leistungsstarke Herzstück unserer neuen Stanzabteilung einweihen konnten, galt es – neben unserem Normalbetrieb, der auf Hochtouren läuft – viele zusätzliche Herausforderungen zu meistern.“ Bereits im Herbst 2018 wurde mit den Vorbereitungen für die Bereichserweiterung und den hierfür notwendigen Baumaßnahmen begonnen. Es mussten unter anderem Zwischenwände entfernt und Kanäle vertieft, aber auch das Fundament für die 52 Tonnen schwere Anlage vorbereitet werden.

Damit man in Biberach das Potenzial der hocheffizienten und topmodernen „Expertcut 145“ in Zukunft auch voll nutzen kann, wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stanzabteilung bereits ab März – zunächst beim Hersteller Bobst in Meersburg, dann inhouse in Biberach – intensiv geschult. „Im Vergleich zu den Vorgängermodellen bringt die neue Anlage, speziell bei kaschierter Wellpappe, rund 30 Prozent mehr Output, wenn man sie optimal einsetzt. Darum ist es wichtig, die Maschinenführerinnen und -führer mit allen Details und Optionen – vom präzisen Kamerasystem des Powerregisters über die komplexe Logistikrollbahn bis zum integrierten Abfall-Zerkleinerer – vertraut zu machen“, erklärte Hans Dreistein, Verkauf BOBST Meerbusch GmbH den Zuschauern bei der (rund 20-minütigen) Präsentation der Maschine. „Dies ist hier vorbildlich geschehen und ich bin überzeugt, die gute Schulung der Belegschaft zahlt sich – wie die neue Anlage – schnell aus.“ Für die nächsten Jahre plant man bei Karl Knauer die Investition in zwei weitere Bobst-Stanzmaschinen, um die Kapazität des Biberacher Werks Schritt für Schritt zu erhöhen und den Anlagenpark noch weiter zu optimieren. Beim Ausklang der Veranstaltung, einem zünftigen Bauern-Vesper in der Kinzigbrennerei Brosamer, gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer also gleich mehrere gute Gründe, um auf die Zukunft des Verpackungsspezialisten anzustoßen.