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Was macht eine nachhaltige Lebensmittelverpackung aus – und welche Rolle spielt Karton?

Genau diese Frage beschäftigt viele Hersteller und Händler, wenn sie ihre Lebensmittelverpackungen weiterentwickeln.

Wer Lebensmittel nachhaltig verpacken möchte, sollte dabei nicht nur auf das Verpackungsmaterial schauen. Gerade bei Primärverpackungen müssen Produktschutz, Lebensmittelsicherheit, Materialeinsatz, Konstruktion und Verarbeitung zusammenspielen. Gleichzeitig lässt sich prüfen, wo Materialien gezielter eingesetzt oder Kunststoffkomponenten durch andere Lösungen ersetzt werden können.

Karton bietet dafür vielfältige konstruktive Möglichkeiten – von Schalen für Obst und Gemüse bis zu individuell entwickelten Verpackungskonzepten. Welche Lösung für eine konkrete Anwendung geeignet ist und welche Umweltvorteile damit verbunden sein können, hängt unter anderem von Material, Konstruktion, Produktschutz und dem jeweiligen Einsatzbereich ab.

Kleine Paprika in einer Plastikbox
Vorher: Paprika in Kunststoffverpackung
Faltschachtel aus Karton im Natur-Look
Nachher: Paprika in Kartonverpackung
Obst und Gemüse

Lebensmittel nachhaltig verpacken: Worauf es bei Kartonlösungen für Obst und Gemüse ankommt

Für Obst und Gemüse kommen je nach Produkt und Anwendung unterschiedliche Verpackungskonzepte infrage. Neben Kunststoffschalen und Folien können auch kartonbasierte Primärverpackungen eingesetzt werden.

Kartonkonstruktionen lassen sich an Format, Gewicht und Schutzanforderungen des jeweiligen Lebensmittels anpassen. Gleichzeitig bietet die bedruckbare Oberfläche Raum für Markenkommunikation sowie Informationen zu Produkt und Herkunft.

Entscheidend ist jedoch immer die konkrete Anwendung: Material, Konstruktion, Produktschutz und Verarbeitung müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass die Verpackung ihre Funktion zuverlässig erfüllt.

Materialoptionen für Obst- und Gemüseverpackungen

Klassischer Karton

Karton bietet vielfältige Möglichkeiten für die Entwicklung von Primärverpackungen für Lebensmittel. Materialstärke, Materialeinsatz und Konstruktion können auf die Anforderungen des jeweiligen Produkts abgestimmt werden. Dabei stehen Produktschutz und Funktion ebenso im Fokus wie Verarbeitung und Gestaltung. Die bedruckbare Oberfläche bietet zudem Raum für Produktinformationen und Markenkommunikation. Auf Wunsch können FSC®-zertifizierte Materialien eingesetzt werden, sofern die jeweilige Materialqualität und Anwendung die Voraussetzungen der Zertifizierung erfüllt.

Graskarton

Für bestimmte Lebensmittelverpackungen stehen auch Kartonqualitäten mit Grasfaseranteil zur Verfügung. Dabei werden Grasfasern als Bestandteil des Fasermaterials eingesetzt und eröffnen eine zusätzliche Materialoption für kartonbasierte Verpackungslösungen. Welche Kartonqualität für eine konkrete Lebensmittelverpackung geeignet ist, hängt von der jeweiligen Anwendung und den Anforderungen des Produkts ab. Bei direktem Lebensmittelkontakt sind die entsprechenden Material- und Prüfunterlagen zu berücksichtigen.

Karton mit Fasern aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten

Für bestimmte Kartonqualitäten können auch Fasern aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten eingesetzt werden. Hierfür kommen beispielsweise Bestandteile aus Reis, Getreide oder Zuckerrohr infrage. Die Fasern dienen als Bestandteil des Materials und erweitern damit die Auswahl möglicher Kartonqualitäten für Verpackungsanwendungen. Ob ein konkretes Material für den direkten Lebensmittelkontakt geeignet ist, muss anhand der jeweiligen Materialspezifikation und der dafür vorliegenden Nachweise bewertet werden.

Getränke

Kartonbasierte Verpackungslösungen für Getränke

Flaschenträger aus Karton für sechs Flaschen

Wer Kunststoff bei Getränkeverpackungen reduzieren möchte, findet im Getränkebereich gigantisches Potenzial. Die jüngste Innovation dürfte die Sekundärverpackungen im Getränkesegment revolutionieren. Der Kartonträger „LitePac Top“ macht die bei Gebinde-Verpackungen bisher übliche Schrumpffolie überflüssig und vermeidet so Packung für Packung jede Menge Plastik. Die Innovation wurde von Karl Knauer gemeinsam mit dem Systemlieferanten der Getränkeindustrie, der Krones AG entwickelt.

Anstelle von Schrumpffolie für Getränkeprodukte hält ein stabiler Karton die 6er-Gebinde von 0,5/0,2 bis 2,0-Liter-PET-Flaschen oder auch Getränkedosen stabil zusammen. „LitePac Top“ wird – angepasst an das Flaschen- oder Dosen-Design – ganz einfach oben aufgesteckt und hält so jeweils das halbe Dutzend sicher zusammen. Zusätzlich sorgt bei den 1,5- und 2-Liter-Flaschen eine Umreifung, also ein Bindeband, aus 100 % Karton für Stabilität.

Nachhaltigkeit

Verantwortungsvolles Handeln hat bei Karl Knauer Tradition

Als familiengeführtes Unternehmen mit Wurzeln im Schwarzwald ist verantwortungsvolles Handeln fest in unserem Selbstverständnis verankert. Dabei betrachten wir Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung gemeinsam.

Auch bei der Entwicklung und Produktion von Verpackungen berücksichtigen wir unterschiedliche Anforderungen: Dazu gehören unter anderem Materialeinsatz, Produktschutz, Verarbeitbarkeit und die Anforderungen an die konkrete Verpackungsanwendung.

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